Projektbeispiele

Wasserbau

Wehr Kremitz-Neugraben 

Bauträger des Vorhabens ist das Land Brandenburg
vertreten durch:
Gewässerunterhaltungsverband "Kremitz-Neugraben"
Hauptstraße 23
04938 Uebigau-Wahrenbrück OT Wiederau

Leistungsphase: 1 bis 9, ö.BÜ
Bausumme (brutto): 400.000 Euro
Zeitraum: 2010 bis 2015

Dipl.-Ing. René Schlesinger
Dipl.-Ing. Thomas Liebschner
Dipl.-Ing. (FH) André Weigt

Im Zuge der Sanierung des Straßendurchlasses der Kremitz durch die Landesstraße L68 wird durch den Landesbetrieb Straßenwesen eine bauliche Trennung zwischen Durchlass- und Staubauwerk angestrebt. Die Landestraße L68 wird als stark befahrene Verbindungsstraße zwischen der B101 und der B87 genutzt. Sie stellt für den Biber und Otter eine Gefahrenstelle dar. Für das bisher kombinierte Bauwerk soll daher ein Ersatzneubau stromaufwärts angeordnet werden. Für die Durchführung der Straßenbaumaßnahme ergibt sich die Notwendigkeit der vorausgehenden Wehrerneuerung zur Verhinderung des übermäßigen Gebietswasserentzuges.
Die geplante Stauanlage im Fließgewässersystem der Kremitz ist des Weiteren erforderlich, um eine kontrollierte Steuerung der Grundwasserstände vornehmen zu können. Die geplante Maßnahme befindet sich im FFH-Gebiet „Fichtwald”, einem der letzten großflächigen Niedermoorgebiete der Elbe-Elster Region und zählt daher zu einem FFH-Gebiet mit außerordentlichem Landesinteresse.
Ziel des Projektes ist es, den Wasserhaushalt eines Teiles des ausgedehnten Niedermoorgebietes „Fichtwald” zu stabilisieren und eine Verbesserung des Wasserrückhaltes im Einzugsgebiet der Kremitz zu erreichen. Die Funktion der gesamten Anlage besteht neben der Haltung der vereinbarten Stauziele darin, die Hochwasserneutralität zu wahren und die ökologische Durchgängigkeit am Gewässer zu gewährleisten. Im Bereich des Staubauwerkes wurden Elbebiber und Fischotter nachgewiesen. Diese Tiere verlassen beim Passieren der derzeitigen Anlage das Gewässer. Um die Gefährdung der Tiere durch Straßenverkehr in Zukunft zu vermeiden, wurde die Anlage in einem ausreichenden Abstand von der Landstraße L68 errichtet.
Des Weiteren bindet bisher die Alte Kremitz über ein Durchlassbauwerk mit vorgesetzter Staueinrichtung oberhalb des Straßendurchlasses in die Kremitz ein. Der Durchlass wurde im Zuge der Maßnahme ebenfalls erneuert. Da sich der Durchlass durch die Verschiebung der Stauanlage künftig im Unterwasser befindet, wird für den Abschlag des Wassers von der Kremitz in die Alte Kremitz ein weiterer Durchlass mit Stautafel im Oberwasser erforderlich.

Hochwasserschutz

Deichausbau zur befestigten Überströmstrecke
Linker Deich an der Elbe im Landkreis Meißen
Gemeinde Strehla

Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen
Betrieb Oberes Elbtal
Am Viertelacker 14
01259 Dresden

Leistungsphase: 1 bis 9, ö.BÜ
Bausumme (brutto): 1.400.000 Euro
Zeitraum: 2013 bis 2015

Dipl.-Ing. Thomas Liebschner | Dipl.-Ing. René Schlesinger
Dipl.-Ing. Michael Lutze | Dipl.-Ing. (FH) André Weigt

Das Hochwasser der Elbe im Juni 2013 verursachte ca. 3 km nördlich von Riesa einen Deichbruch etwa 500 m westlich der Ortslage Oppitzsch. Die Bruchstelle befand sich zwischen Deich-km 4+017 bis 4+051 und wurde von Juli bis August 2013 durch die Wiederherstellung des Deichprofils geschlossen. Von November 2013 bis Januar 2014 wurde der Deich zusätzlich durch Einbringung einer 155 m langen Spundwand bestehend aus 9,5 m langen Spundwandprofilen vom Typ Arcelor Mittal AZ-14-770 10/10 gesichert, welche im Februar/März mit einem Stahlbetonkopfbalken versehen wurde.
Wie in DIN 19712 und DWA-M 507-1 erläutert, soll an Flussdeichen an geeigneten Stellen die Möglichkeit geschaffen werden, den Deich kontrolliert überströmen zu lassen, um die Gefahr eines Deichbruches infolge unkontrollierten Überlaufens, zu vermeiden. Aus diesem Grunde wird am Ort des ehemaligen Deichbruches, auf einer Länge von etwa 110 m, eine Überströmstrecke hergestellt.
Sie gewährleistet das kontrollierte Überströmen des Deichabschnittes. Das überströmende Wasser wird über eine Entwässerungsmulde zur südlich befindlichen Schützenkette Oppitzsch geleitet, von wo aus das Wasser des Binnenlandes nach dem Rückgang des Hochwassers durch ein bestehendes Siel zur Elbe zurückgeführt wird.
Um dies zu ermöglichen, muss ein Durchlassbauwerk DN 1500 durch den Dammkörper unter dem Elbe-Radweg errichtet werden. Dessen Funktion ist es, die Entwässerung der Ackerfläche hinter dem Elbdeich in Richtung der Schützenkette zu ermöglichen.

Besonderheiten:

• Deichinnendichtung mit einer Spundwand Typ Arcelor Mittal AZ-14-770 10/10 auf 155 m Länge
• Herstellung eines Stahlbetonholmes zur Einspannung des Deckwerkes mit einer Länge von 390 m
• Einsatz von Verkalit®-Betonstein als Deckwerk mit Nut und Feder auf einer Fläche von ca. 4.500 m2 mit einem Steinmaß von 300 x 300 x 250 mm aus Beton C45/55 (Einsatz von Fahrspurstein als DVW, Verkalit® ÖKO Steinen und Filterstein)
• Ersatzneubau der Deichscharte zwischen Überströmstrecke und Schützenkette (Stauhöhe 2 m, lichte Breite 3,5 m, Doppelter Aludammbalkenverschluss)
• Herstellung einer Nachlaufstrecke auf der Landseite

Die einfache Unterhaltung der Anlage bei den Pflegearbeiten ist hervorzuheben.

Siedlungswasserwirtschaft

Sanierung Schmutzwasserkanal in der Ortslage
Zerbst/Anhalt 

Abwasser- und Wasserzweckverband "Elbe-Fläming"
über Heidewasser GmbH
Weizenberge 58
39261 Zerbst/Anhalt

Leistungsphase: 1 bis 8, ö.BÜ
Bausumme (brutto): 1.100.000 Euro
Zeitraum: 2011 bis 2015

Dipl.-Hydrol. Jens Scheumann
Dipl.-Ing. Jan Dittrich

Der Abwasser- und Wasserzweckverband „Elbe-Fläming” führt regelmäßig Sanierungsarbeiten am vorhandenen Schmutzwassernetz der Stadt Zerbst/Anhalt durch. Diese beinhalten Sofortmaßnahmen wie z.B. lokale Reparaturen an Schadstellen. Hinzu kommen jährliche Sanierungstätigkeiten, welche auf einem, für das Stadtgebiet Zerbst vorliegendem Generalentwässerungsplan basieren. Dieser Bedarfsplanung liegen TV-Inspektionen mit Zustandserfassungen der Schmutzwasserkanalisation von Zerbst/Anhalt zu Grunde, mit deren Hilfe ein Sanierungskonzept für das Stadtgebiet erarbeitet wurde. Basierend darauf werden Planungs- bzw. Bauabschnitte ausgewählt und entsprechend umgesetzt. Zur Berücksichtigung von Synergieeffekten werden dabei durch den Auftraggeber eventuell geplante, parallele Tiefbaumaßnahmen in die Auswahl einbezogen. Der durchschnittliche, jährliche Sanierungsumfang umfasst ca. 20 bis 25 Schachtbauwerke mit Kanallängen von ca. 750 m bis 1.000 m.
Bei den Schächten handelt es sich zumeist um Betonschächte DN1000 mit gemauertem Unterteil. Die Haltungen haben Nennweiten von DN200 bis DN300 und sind in Steinzeug verbaut. Hauptschadensbilder sind Riss- und Scherbenbildungen, verschobene Verbindungen, schadhafte Anschlüsse sowie Wurzeleinwüchse. Die Schachtbauwerke weisen zumeist schadhafte Unterteile/Gerinne sowie Betonkorrosion auf.
Aufgrund der Lage im Verkehrsraum bzw. in dicht besiedelten Wohngebieten wird ein Teil der Kanäle in geschlossener Bauweise saniert. Als häufigstes Verfahren kommt dabei das Vor-Ort härtende Schlauchlining zur Anwendung. Analog zur Kanalsanierung wird auch die Schachtsanierung in geschlossener Bauweise ausgeführt. Die Auskleidung der Schachtbauwerke durch GFK-Platten oder Handlaminat stellt dabei das vorrangig eingesetzte Verfahren dar. So entsteht ein einheitlich saniertes Gesamtsystem, dass die Anforderungen an Standsicherheit, Dichtheit und Betriebssicherheit wieder vollständig erfüllt.
Neben der Darstellung der Sanierungslösungen werden nach Auswertung der TV-Inspektionen alle haltungs- und schachtspezifischen Sanierungsarbeiten bzw. -vorarbeiten in entsprechende Sanierungslisten eingearbeitet. Gleichzeitig werden alle Hausanschlusssituationen gemeinsam mit dem Auftraggeber überprüft und die erzielten Ergebnisse in die Planung mit eingebunden. Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Betriebszustand der Anschlüsse und auf die sich daraus ergebenden neuen Planungsrandbedingungen. Als weiterer wesentlicher Planungsbestandteil wird zur Überleitung, des während der Baumaßnahme anfallenden Schmutzwassers, ein umfangreiches Vorflutsicherungskonzept erstellt.
Während der Baumaßnahme werden im Rahmen der örtlichen Bauüberwachung sämtliche Sanierungsmaßnahmen begleitet sowie die Einhaltung der Qualitätskriterien, insbesondere beim Einbau des Schlauchliners, überwacht.

Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden im Zuge der Maßnahme ca. 2.250m Kanal und 66 Schachtbauwerke saniert.

Straßenbau

B 92, Schönberg - Gera, Ausbau KP S 309 / K 7842

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, NL Plauen
Weststraße 73
08523 Plauen

Leistungsphase: 3 / 4 (Fortschreibung), 5 / 6
Bausumme (brutto): 6.646.000 Euro
Zeitraum: 2010 bis 2015

Dipl.-Ing. (FH) Tino Schröder
Dipl.-Ing. (FH) Antje Schröder
Dipl.-Ing. (FH) Gunter Kürbis

Die Baumaßnahme umfasste den Ausbau der S 309 zwischen der OU Freiberg und der B 92 auf einer Länge von 320 m, als Fortführung des bereits, durch das LASu\/, realisierten Abschnittes „S 309, OU Freiberg” sowie den Ausbau der B 92 auf einer Länge von ca. 740 m und die Anbindung der K 7842. Ausgehend von der Verbindungsfunktions- Stufe II nach RAS-L 95 war in Abhängigkeit von Bebauung und Streckencharakteristik für eine einheitlicher Entwurfsgeschwindigkeit von Ve = 80 km/h die vorhandene Trassenführung in Lage und Höhe so zu verbessern, dass die vorgegebenen Mindestparameter nachgewiesen werden konnten. Der Ausbau erfolgt unter weitestgehender Beibehaltung der vorhandenen Trasse mit GewährIeistung ausreichender Querschnitte (B 92: RQ 10,5, S 309: RQ 9,5 mit Zusatzfahrstreifen, K 7842: RQ 9,5) und einer regelkonformen, plangleichen Anbindung des untergeordneten Straßennetzes.
Durch die Topographie erforderte die regelgerechte Neutrassierung der S 309 eine Gradientenanhebung der B 92, die zum Schutz des angrenzende FFH-Gebiet „Elstertal oberhalb Plauen”, durch die Ausführung einer erhöhten Längsneigung von 9,0 %, im Knotenpunktbereich auf 1,80 m begrenzt werden konnte. Der herzustellende Einschnitt der S 309 weist eine Böschungshöhe von bis zu 16 m auf.
Durch die komplexen Anforderungen an die Verkehrsführung während der Bauzeit wurden 4 Bauabschnitte gebildet. Für die B 92 stand zudem keine nahräumige Umleitungsstrecke zur Verfügung. Die Anordnung von Behelfsfahrbahnen parallel zur B 92 war durch das FFH-Gebiet und die Hangbereiche nur in geringem Umfang möglich. Auch ein Ausbau mit halbseitiger Sperrung war aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreiten nicht realisierbar. Der Ausbau S 309 mit provisorischem Anschluss an die B 92 erfolgte daher unter Vollsperrung der S 309. Im Anschluss wurde der 1. Teil der B 92 unter Vollsperrung und Umleitung über die S 309 umgesetzt. Der 2. Teil einschließlich Anbindung der S 309 wurde mit Hilfe von Baustraßen und teilweiser Vollsperrung der S 309 realisiert. Die Erstellung der Umleitungs-, Bauphasen- und Querprofilpläne mit Bauphasendarstellung einschließlich Erbringung der erforderlichen Nachweisführungen (u.a. Schleppkurven, Sicherheitsräume) war Bestandteil der Ausführungsunterlagen.


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